Mit Bildern besser ranken

12. Dezember 2019 0 Kommentare

Bilder-SEO
Suchmaschinenoptimierung (SEO)

Mit Bildern besser ranken

Bilder-SEO einfach erklärt

Nicht nur auf Instagram und Co. sind Bilder ein wichtiges Medium, auch auf Webseiten ziehen sie die Blicke der Besucher magisch auf sich. Doch Bilder sind auch eine häufige Fehlerquelle, die zu schlechteren Platzierungen in den Google-Ergebnissen führt. Damit die Bilder ihre volle Wirkung entfalten und in der Google-Bilder-Suche erscheinen, gibt es das Bilder-SEO – schnelle Erfolge, ohne großes technisches Vorwissen.

Bilder-SEO auf einen Blick:

  • Relevante Bilder
  • Richtiges Dateiformat (jpeg oder png)
  • Dateigröße < 150 kb
  • Sprechender Dateiname, der das Bild beschreibt
  • Sinnvollen Alt-Text formulieren

Passende Bilder zum Text

Hand aufs Herz, was ist Ihnen zuerst ins Auge gefallen: Die untere Katzenabbildung oder dieser Text? Wenn Sie mit „Na die Katze!“ antworten, ist das nur natürlich. Menschen nehmen Bilder bis zu 60.000 Mal schneller wahr als Text und wenden rund 76 Prozent Ihrer anfänglichen Aufmerksamkeit dem Bild zu. Gleichzeitig liefern Bilder schneller wertvolle Informationen als ein Textbeitrag, nämlich beachtliche 50 bis 70 Prozent (vgl. Prof. Dr. Adlmaier-Herbst.

 

Niedliche Katzen sind die inoffiziellen Könige des Internets – Deshalb gebührt ihnen hier der Platz als Bilder-SEO Beispiel für die Wichtigkeit von Bildern im Netz. © adogslifephoto – istockphoto.com

Bildunterschrift: Niedliche Katzen sind die inoffiziellen Könige des Internets – Deshalb gebührt ihnen hier der Platz als Bilder-SEO Beispiel für die Wichtigkeit von Bildern im Netz. © adogslifephoto – istockphoto.com

Bilder vermitteln den ersten Eindruck, ganz gleich, ob lustige Katze oder informatives Kühlschrank-Produktbild. Sie wecken Emotionen und stellen Informationen auf einen Blick bereit. Umso wichtiger ist es daher, dass Ihre Internetpräsenz nicht nur aus Text besteht (gerne auch als Textwüste bezeichnet), sondern auch (gute) Bilder beinhaltet.

Wo Sie geeignete Bilder finden

Für Bilder im Internet gilt jedoch die altbewährte Regel: Bitte keine fremden Bilder von anderen Seiten nutzen. Andernfalls müssen Sie mit urheberrechtlichen Problemen rechnen. Frei nutzbare Fotos, sogenannte Stockphotos, erhalten Sie bspw. auf Seiten wie pixabay.com oder shutterstock.com. Achten Sie bei der Wahl eines Bildes jedoch darauf, welche Bedingungen an die Nutzung des Bildes geknüpft sind (z. B. „Bildnachweis nötig“). Auf der beliebten Bildseite flickr.com gibt es zudem kostenfreie Bilder mit einer CC-Lizenz (Creative Common Lizenz). Solche Bilder gehören zu den gemeinfreien Inhalten und können in der Regel ohne Nachfrage verwendet werden. Ob eine kommerzielle Nutzung erlaubt ist, steht ebenfalls direkt dabei.

Suchmaschinen mögen Stockphotos nicht so gerne

Doch Vorsicht: Erwartet Sie nicht, mit Stockphotos in der Google-Bildersuche vorne mitzuspielen. Hier bevorzugt Google einzigartiges Bildmaterial, das nicht bereits auf Hunderten oder Tausenden Webseiten eingebunden ist. Erstellen Sie daher nach Möglichkeit Ihre Bilder selbst – seien es Produktfotos, Diagramme oder Infografiken.
Tipp: Diese Bilder dürfen Sie auch mehrfach auf Ihrer Seite nutzen, solange sie aus einer einzigen URL stammen.
Aber auch Stockphotos sind – wie in unserem Katzenbeispiel – unentbehrlich für die Strukturierung und Untermalung eines Textes, da Sie den Lesespaß Ihrer Leser steigern. Und genau diese Bemühungen zahlen sich aus SEO-Sicht aus, denn zufriedene Leser besuchen Ihre Seite gerne wieder. Darüber hinaus bemerken Suchmaschinen über kurz oder lang, dass Ihre Webseite bei den Besuchern gut ankommt. Es kann also durchaus sein, dass Sie mit klug ausgewählten Bildern und guten Texten früher oder später Ihr Ranking in den Suchergebnissen verbessern. Wie die Optimierung Ihrer Texte funktioniert, erfahren Sie in unserem Beitrag SEO-Optimierung für Content.

Das Technische: Dateiformat & Dateigröße beachten

Die gängigsten Dateiformate sind jpg und png. Achtung: Halten Sie Abstand von bewegten Grafiken mit dem Dateityp Gif, denn die Ladezeiten sind aufgrund ihrer zum Teil enormen Dateigrößen sehr lang – außerdem wirken Gifs schnell unprofessionell.

Achten Sie grundsätzlich darauf, dass die Bilder eine Dateigröße von 150 kB nicht überschreiten, um die Ladezeiten möglichst gering zu halten. Sehr große Bilder mit vielen Pixeln brauchen meist länger zum Laden und sollten nur sparsam eingesetzt werden. Eine geringe Ladezeit wird von Google als positiv bewertet, was ein wichtiger Ranking-Faktor ist und auch Ihren Seitenbesuchern gut gefällt.

Tipp: Bilder im Querformat bzw. 4:3-Format werden besonders häufig angeklickt und werden daher auch bei Google bevorzugt angezeigt. Nutzen Sie das aus!

 

Infografiken und bildliche Anleitungen verhelfen dem Leser zu einem schnelleren und besseren Verständnis der Inhalte. © artvea – istockphoto.com

Bildunterschrift: Infografiken und bildliche Anleitungen verhelfen dem Leser zu einem schnelleren und besseren Verständnis der Inhalte. © artvea – istockphoto.com

Den Dateinamen sinnvoll wählen

Dateinamen wie IMG_20191013.jpg oder DCIM-WA0004.png mögen für Urlaubsbilder ausreichend sein, doch für die Verwendung im Internet sind sie fehl am Platz. Google muss das Bild mit dem Seiteninhalt in Verbindung bringen und das gelingt nur, wenn der Name des Bildes passend zum textlichen Inhalt (Content) ist.

Gehört Ihnen beispielsweise ein Gartenbaubetrieb und Sie möchten Ihren Seitenbesuchern Beispiele Ihrer Terrassenarbeiten zeigen, sollten die Bilder passende Namen zur Abbildung erhalten, wie z. B. „Terrassenbegrünung“ oder „Grüner Sichtschutz“. Bei vielen ähnlichen Bildern hilft die Keywordrecherche weiter, darunter der Google Keyword-Planer mit seiner Funktion „Neue Keywords entdecken“ oder Ubersuggest. Beide Tools zeigen Ihnen weitere ähnliche Keywords zu Ihrem Hauptkeyword an, die Sie für Ihre Bilder nutzen können. Verzichten Sie bei der Namensvergabe allerdings auf Umlaute und Sonderzeichen, denn das kann bei einigen Webservern zu Problemen führen.

Das i-Tüpfelchen: Die Bildunterschrift

Die Bildunterschrift bzw. Bildbeschreibung sollte nicht zu lang ausfallen und keine Kopie des Titels oder anderer Textteile sein. Sie sollte stattdessen einen Mehrwert liefern. Der Begriff Bildbeschreibung ist daher leicht irreführend, da Sie hier nicht beschreiben sollen, was im Bild zu sehen ist (dafür ist der Alt-Tag da, siehe unten), sondern textlich etwas passendes zum Bild schreiben sollen. Für unser Gartenbau-Beispiel könnte die Beschreibung beispielsweise lauten: „Ein grüner Sichtschutz schützt Sie vor unliebsamen Blicken“. Nutzen Sie auch für die Bildunterschrift passende Keywords, um die Bedeutung des Bildes zu verdeutlichen. Hier ist auch der perfekte Platz für einen Bildnachweis, falls Sie das Bild aus einer fremden Quelle beziehen.

 

Halten Sie sich an diese drei Regeln für die Bildunterschrift, um Ihre Bilder aufzuwerten. © GeorgeManga – istockphoto.com

Bildunterschrift: Halten Sie sich an diese drei Regeln für die Bildunterschrift, um Ihre Bilder aufzuwerten. © GeorgeManga – istockphoto.com

Für Fortgeschrittene: Alt-Text & Title-Tag

Sie verwenden eigene Bilder, die Sie möglichst gut bei Google und Co. positionieren wollen? Dann sollten Sie von weiteren Bausteinen, den sogenannten Meta-Daten, Gebrauch machen. Die Abkürzung Alt-Tag bzw. Alt-Text steht hierbei für „Alternativer Text“, der angezeigt wird, wenn es beim Laden des Bildes zu einem Fehler kommt (er ist ansonsten nicht sichtbar). Der Leser sieht statt des Bildes diesen definierten alternativen Text, der das Bild umschreibt (z. B. Katze mit Krone).

Außerdem profitieren Menschen mit Sehbehinderung von dieser Technik, da der Alt-Text auch maschinell vorgelesen werden kann. Darüber hinaus nutzen Suchmaschinen den Alt-Tag, da sie immer noch textbasiert arbeiten und Bildinhalte auf diese Weise einem Thema zuordnen können.

Ähnlich funktioniert auch der Title-Tag bei Bildern. Dieser wird immer dann angezeigt, wenn Sie mit der Maus über ein Bild fahren und enthält– ähnlich wie die Bildunterschrift – weitere Informationen. Viele CMS-Systeme (z. B. Wordpress) bieten für die Eingabe dieser Tags ein freies Feld zur Eingabe an. Auch hierbei bietet sich die Verwendung von ein bis zwei sinnvollen Keywords an. Da er aber auf mobilen Endgeräten nicht angezeigt wird, können Sie diesen Tag im Zweifel außer Acht lassen.

Fazit

Bilder-SEO ist prinzipiell gar nicht so schwierig. Nehmen Sie sich ausreichend Zeit für die Bildersuche, bzw. Bilderstellung und behalten Sie immer Ihre Leser im Hinterkopf. Wenn Sie dann noch die drei Ds Dateiformat, Dateigröße und Dateiname beachten und einen guten Alt-Text schreiben, steht Ihrem Erfolg beim Bilder-SEO nichts im Wege.

 

Header-Bildquelle: istockphoto.com/metamorworks

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