Tipps & Trends 2017 für die Suchmaschinenoptimierung Ihrer Firmen-Website

26. April 2017 0 Kommentare

Allgemein
Online Marketing Trends
Suchmaschinenoptimierung (SEO)

Tipps & Trends 2017 für die Suchmaschinenoptimierung Ihrer Firmen-Website

Bei der Optimierung von Websites für Suchmaschinen handelt es sich um einen Prozess, der sich sowohl mit den technologischen Entwicklungen als auch dem Verhalten und den Anforderungen der Nutzer stetig weiterentwickelt. Daher finden sich auf Konferenzen und Tagungen gerne fachkundige Experten zum Austausch über die neuesten Trends und Methoden der Suchmaschinenoptimierung zusammen. Dieser Austausch hilft dabei Websites nachhaltig zu verbessern und auch künftig ein gutes Nutzererlebnis zu bieten.

Damit auch Ihre Firmen-Website künftig den Anforderungen eines sich stets wandelnden Marktes gerecht wird, fasse ich für Sie heute gerne einige der wichtigsten Erkenntnisse, Entwicklungen und Faktoren zusammen, die bei der nachhaltigen Pflege Ihrer Unternehmenswebsite in 2017 eine wichtige Rolle spielen.

Website Content und User Intent

Mit dem rasanten Wachstum des Internets und einem immer breiteren Spektrum an Angeboten und Nutzungsmöglichkeiten wächst auch das Bewusstsein der Nutzer dieses Medium für sich zu nutzen. Und dabei gelangen sie auch immer schneller ans Ziel ihrer eigentlichen Suchintention.

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen drei Suchtypen/-intentionen:

  • der Nutzer sucht nach Informationen (informationsgesteuerte Suche)
  • der Nutzer möchte etwas kaufen (transaktionsgesteuerte Suche)
  • der Nutzer möchte zu einer bestimmten Seite navigieren (navigationsgesteuerte Suche)

Praxis-Beispiel anhand einer Suchanfrage:
Wird bei Google nach einem sogenannten Short Head Keywords (das sind Suchbegriffe, die ein sehr hohes Suchvolumen haben) wie „Pizza“ gesucht, so ist noch nicht vollends klar, welcher der drei Suchtypen mit der Anfrage bedient werden soll. Auf der Suchergebnisseite für solche nicht näher spezifizierten Suchanfragen werden daher Einträge bereitgestellt, die alle drei Suchtypen bedienen. Eine Suchanfrage nach Pizza vom Standort Essen veranschaulicht das Beispiel:

Google Suchergebnisseite für eine unspezifische Suchanfrage

 

GRÜN = Informationen, GRAU = Transaktionen, BLAU = Navigation, ROT = Werbung


Das Beispiel verdeutlicht, dass es längst nicht sinnvoll ist sich auf einzelne, stark nachgefragte Suchbegriffe zu konzentrieren. Vielmehr sollten Sie sich bei der Auswahl und Erstellung der Inhalte Ihrer Website auf die individuelle Situation des Nutzers und dessen Suchintention einzustellen. Ihr Ziel sollte es sein, dessen Erwartungen so exakt wie möglich zu erfüllen bzw. sein Problem im Kontext der spezifischen Situation, in der er sich befindet, zu lösen.

Der Grund dafür liegt in immer intelligenteren Suchsystemen, die unter Einbezug künstlicher Intelligenz versuchen mit Ihren bereitgestellten Suchergebnissen den sogenannten User Intent zu bedienen. Und genau dies sollten Sie auch tun! Im besten Fall ist es also Ihre Website, die genau die Informationen enthält, die ein Nutzer bei seiner Suchanfrage erwartet hat.

Im selben Zuge sollten Sie bei der Erstellung von neuen Inhalten auch bereits einplanen, über welche Kanäle (Website, Social Media, Blog, u. a.) und Gerätetypen (Desktop, Mobile, Tablet) Ihre Inhalte verbreitet bzw. abgerufen werden sollen.

Zusammengefasst spricht man dabei von responsiven Inhalten.

Für eine transaktionsgesteuerte Suche würde sich als Beispiel folgende Website responsiv Verhalten:

Eine für Mobilgeräte optimierte Website, die unter Nennung von Preis, Dauer bis zur Ausführung, Telefonnummer und positiven Bewertungen einen Pannen- oder Schlüsseldienst anbietet.

Nutzer, die nach einem Schlüsseldienst suchen, weil sie sich aus Ihren Wohnräumen ausgeschlossen haben, werden dies tendenziell eher über ihr Smartphone tun. Sie werden nicht lange warten und auch keine Preisüberraschungen erleben wollen. Ein qualitativ hochwertiges Unternehmen, das sich genauso auch im Internet darstellt, wird sich daher auch langfristig im Wettbewerb durchsetzen.

Betrachten wir dabei die Suchbegriffe, so wäre es z. B. für einen Klempner empfehlenswert auf seiner Website nicht nur seine Leistungen zu benennen, sondern zugleich auch die Probleme anzuführen, die er damit für seine Kunden lösen kann („Abflussreinigung“ vs. „Abfluss verstopft“, „Abfluss frei bekommen“).

Da einer Kaufabsicht zumeist eine Informationsphase vorausgeht, kann es sinnvoll sein, gezielt informationsgesteuerte Suchanfragen zu bedienen und sich hier mit stets aktuellen und nützlichen Informationen als beliebte Anlaufstelle in einer Nische zu etablieren. Dies baut Vertrauen beim potenziellen Neukunden auf und kann langfristig auch zu einer Erhöhung der navigationsgesteuerten Suchanfragen bzw. Suchanfragen zu Ihrer Marke führen.

Um informationsgesteuerte Suchanfragen zu bedienen, kann man sich bei der Erstellung der Inhalte darauf konzentrieren die sogenannten W-Fragen zu beantworten:

  • Was
  • Wann
  • Wie
  • Wer
  • Wo
  • Warum
  • Wozu

Als weiteres Hilfsmittel lohnt auch ein Blick in die Autovervollständigung im Google Suchschlitz. Dort lassen sich Themen identifizieren, nach denen Nutzer häufig suchen. Für den Klempner kann das wie folgt aussehen:

 

Google Autovervollständigung für W-Fragen

 

 

Technik, Infrastruktur und Nutzerfreundlichkeit

Die allerbesten Inhalte nützen nichts, wenn Sie von niemanden wahrgenommen werden. Daher ist es umso wichtiger, dass Ihre Website von Suchmaschinen gut verarbeitet werden können.

Interne Verlinkung für eine bessere Auffindbarkeit von Inhalten

Nach wie vor ist zu beobachten, dass die interne Verlinkung von vielen Websitebetreibern stark vernachlässigt wird. Mit internen Links (Links, die auf andere Inhalte Ihrer eigenen Website verweisen) schaffen Sie es sowohl Suchmaschinencrawler (automatisierte Programme, die das Internet nach Websites und anderen Online-Inhalten durchsuchen) als auch Ihre Besucher intelligent durch Ihre Website zu führen.

Als Paradebeispiel für interne Verlinkungen aus dem Inhalt heraus schauen Sie sich einen beliebigen Wikipedia Artikel an. Die Verlinkungen führen dabei sinnvoll zu themenrelevanten Seiten. Die Linktexte sind sprechend und bedienen sich der Keywords, nach denen ein Nutzer suchen würde, um zu dem Linkziel zu gelangen.

Interne Links finden sich allerdings nicht nur im Fließtext einer Seite. Gerade in der Hauptnavigation befinden sich in den Menüpunkten die wohl wichtigsten internen Links. Diese bestimmen zum einen den Aufbau der Websitearchitektur und sind zudem meist auf sämtlichen Unterseiten zu finden. Richten Sie daher Ihr besonderes Augenmerk auf Ihre Navigation.

Umstellung auf HTTPS - Bereitstellung einer sicheren Verbindung

HTTPS ist nicht nur bereits seit 2014 offiziell bestätigter Rankingfaktor von Google, sondern schafft vor allem Vertrauen bei den Besuchern Ihrer Internetseite.

Wer es bis heute noch nicht getan hat, sollte spätestens jetzt auf den HTTPS-Standard für Websites umstellen. Bereits heute kennzeichnen Browser Websites als vertrauenswürdig aus, die über ein gültiges SSL-Zertifikat verfügen.

 

Hinweis auf eine sichere Verbindung im Google Chrome Browser

 

 

Im Gegenzug weisen Browser bei Websites, mit denen unverschlüsselt kommuniziert wird, auf die nicht sichere Verbindung hin.

 

Hinweis auf eine nicht sichere Verbindung im Google Chrome Browser

 

Ein einfaches kostenloses Zertifikat erhalten Sie über die von Mozilla angestoßene Initiative Let’s Encrypt. Die Umstellung von HTTP auf HTTPS sollte jedoch in jedem Fall von einem Fachmann durchgeführt werden, da hier viele Fallstricke drohen.

Bereitstellung mobilfreundlicher Websites

Einen weiteren wichtigen Punkt zur Erhöhung der Nutzerfreundlichkeit und damit auch der Wahrscheinlichkeit zur Nutzung Ihrer Website über Smartphones und Tablets stellt die vernünftige Ansicht für mobile Endgeräte dar. Dabei stehen grundsätzlich drei Ansätze zur Verfügung:

  1. Responsive Webdesign, bei dem sich die Darstellung Ihrer Inhalte an die Auflösung des jeweiligen Endgerätes anpasst
  2. Eine dedizierte mobile Version Ihrer Website, welche unter einer eigenen URL wie z. B. beispiel.de oder mobile.beispiel.de aufrufbar ist.
  3. Über eine dynamische Bereitstellung wird je nach Browser des Nutzers eine andere Version Ihrer Website ausgeliefert.

Die Ansätze unterscheiden sich vor allem im Entwicklungsaufwand und der Administration. Der gängigste und auch von Google empfohlene Ansatz ist das Responsive Webdesign, jedoch kann je nach ihren individuellen Bedürfnissen auch eine der anderen Varianten für Sie sinnvoll sein. Ihre Website Entwickler werden Sie hierzu gut beraten können.

Fazit:

Wie Sie dem Artikel sicherlich entnommen haben, gibt es bei der Suchmaschinenoptimierung viele Facetten zu beachten. Die oben angeführten Themen stellen dabei nur einige Säulen dar, die aktuell besonders beachtet werden sollten.

Künftig werden neue Suchsysteme wie Voice Search immer wichtiger. Als weitsichtiger Websitebetreiber sollten Sie diese Entwicklungen im Auge behalten, um auch dort im richtigen Moment mit relevanten Suchergebnissen vertreten zu sein.

Noch ein abschließender Tipp meinerseits:

Stellen Sie die Qualität der bereitgestellten Daten Ihre Website immer wieder auf den Prüfstand und verbessern Sie diese! Hierzu können Sie z. B. auf das kostenlose Analysetool „Google Search Console“ zurückgreifen.

 

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