Im Internet Aufträge finden? Tipps & Tricks für Handwerker auf Online-Akquise.

15. Dezember 2016 0 Kommentare

Handwerker auf Online-Akquise
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Online Marketing Trends

Im Internet Aufträge finden? Tipps & Tricks für Handwerker auf Online-Akquise.


Immer mehr Menschen nutzen das Internet, um einen Handwerker für Bau-, Reparatur- oder Renovierungsarbeiten zu finden. In diesem Beitrag geben wir Ihnen einen Überblick, welche Internet-Portale und Online-Verzeichnisse Sie als Handwerker nutzen können, um Aufträge im Netz zu finden und worauf Sie dabei achten müssen.

Mehr als die Hälfte der Deutschen suchen bereits Handwerker und Dienstleister im Internet! Außerdem fand man heraus, dass in Städten häufiger als in ländlichen Regionen Handwerker online gesucht werden. Eine Studie des Markforschungsinstituts Innofact zeigt auf, dass basierend auf Online-Recherchen, 52% der Deutschen in einem zweijährigen Untersuchungszeitraum mindestens einmal einen Handwerker beauftragt haben. Im krassen Gegensatz dazu steht, dass nach einer vom Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) durchgeführten Befragung im Jahr 2014 nicht einmal 50% der Handwerksbetriebe eine eigene Website haben.

Fakt ist: Diese Betriebe, die nicht online präsent sind, geben Neukunden kampflos an die Konkurrenz ab.
 
Welche Online-Portale kann man unterscheiden?
Das wohl bekannteste Internetportal für Handwerksleistungen ist my-hammer.de. Auf den ersten Blick beeindruckt das Portal mit 560.000 Visits pro Monat (1 Visit = eine Person hat die Domain aufgerufen) und ca. 1,7 Millionen registrierten Teilnehmern. my-hammer.de ist, wie auch die Portale bauarbeit.de, profis.de, quotatis.de, undertool.de und bestearbeit.de, ein Sammelportal, auf denen Verbraucher Handwerker und Dienstleister jeglicher Art finden können.
Daneben gibt es sogenannte Fachportale, die sich auf ganz bestimmte Gewerke spezialisiert haben. Marktführer ist hier die 11880 Internet Services AG mit mehr als 10 Fachportalen und mit über 200.00 Suchanfragen nach Handwerkern, z. B. über 11880-maler.com oder 11880-dachdecker.com. Außerdem können Sie Aufträge auf Online-Marktplätzen, wie z. B. eBay Kleinanzeigen finden.
 
Jedes Portal funktioniert anders
Möglichkeit 1: Sich der Konkurrenz stellen
Privatpersonen oder Firmen stellen in den Internet-Portalen eine Suchanfrage nach einer Handwerkerleistung. Handwerker können nun ein Angebot abgeben. Am Ende bekommt entweder der günstigste Anbieter den Zuschlag oder der Auftraggeber entscheidet frei, welches Angebot er auswählt.

Möglichkeit 2: Sich vermitteln lassen
Auch hier beschreiben zuerst die Auftraggeber die zu erledigenden Aufgaben. Je nach Auftrag suchen nun die Portalbetreiber passende Handwerksbetriebe aus, die dann den Auftraggeber kontaktieren. Der kontaktierte Handwerker kann jetzt ein Angebot abgeben und auch mit dem Auftraggeber Rücksprache halten.

Möglichkeit 3: Selbst Initiative ergreifen
Ähnlich wie in einer Tageszeitung veröffentlichen Auftraggeber auf einem Online-Marktplatz eine „Handwerker gesucht“-Anzeige. Der Handwerker muss hier aber den Marktplatz aktiv nach solchen Gesuchen durchsehen und dann mit den potenziellen Auftraggebern in Kontakt treten.
 
Nach welchen Kriterien kann man die Portale bewerten?
Kosten bzw. Provisionen: Bei vielen Portalen bezahlen Sie als Handwerker eine Vermittlungsprovision für einen vermittelten Auftrag. Diese liegt je nach Höhe des Auftragswertes zwischen 2 und 4,5 %. Auch gibt es Portale, die eine feste Mindestprovision erheben. Bei quotatis.de zahlen Sie dagegen nicht provisionsbasiert, sondern müssen pro übermittelter Auftragsanfrage mindestens 14,- € zahlen und monatlich mindestens 10 Anfragen abnehmen.
Portale wie 11880-tischler.com oder MyHammer berechnen dagegen eine feste monatliche Gebühr. Kostenlos, aber mit Zeitaufwand verbunden, ist die aktive Suche nach Aufträgen auf den beschriebenen Online-Marktplätzen.
  • Anzahl der Auftragsanfragen bzw. der Gebote: bevor Sie sich für ein Portal für Ihre Online-Akquise entscheiden, sollten Sie herausfinden, wie viele Suchanfragen pro Monat auf diesem Portal gestellt werden.
  • Qualitätssicherung: Prüfen Sie, ob Sie Ihren Betrieb mit einem umfassenden Profil präsentieren können (Meister-/Gesellenbrief, Gewerbeschein, Beschreibung Ihres Leistungsspektrums, Bilder von Referenzarbeiten hochladen).
  • Angebote für alle sichtbar: Auf einigen Portalen nach dem Auktionsprinzip sind nicht nur alle Angebote für den Auftraggeber einsehbar, sondern auch für Ihre Konkurrenz. Nicht selten kommt es daher zu einer negativen Preistreiberei. 
Damit die Auswahl nicht zur Qual wird, möchten wir Ihnen einige Überprüfungsfragen an die Hand geben, die Sie beantworten sollten, bevor Sie sich nun für einen Weg der Online-Akquise entscheiden:
  • Wie viele Aufträge möchte ich im Monat online gewinnen?
  • Was kostet das und im welchen Verhältnis stehen die entstehenden Kosten zum gewonnenen Umsatz?
  • Wieviel Zeit muss ich für die Online-Akquise im Monat einplanen?
Auf den Ruf kommt es an
Bitte beachten Sie noch, dass potenzielle Kunden ihre Entscheidung nicht allein aufgrund Ihres Angebots treffen. Folgende Aspekte sind für die Entscheidungsfindung mit ausschlaggebend:
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